Im September 2005 habe ich mich mit Abby auf den Weg gemacht, und wir sind nach Groß Thurow gefahren (nahe Ratzeburg), um dort an einen 8tägigen Erziehungskurs teilzunehmen.

Dank moderner Technik- sprich Navigation - haben wir es auch auf Anhieb gefunden.

Mehr darüber folgt im Anschluß, denn Ingelore Kaltz-Simontowski hat einen tollen Bericht geschrieben, dem nichts hinzuzufügen ist.

 

 

Hier nun ein paar Bilder

 

 

Aufgepasst, und gut zuhören.

Werner gibt Anweisungen

 

Abby macht ihre Sache recht gut

 

Horst mit Amigo, Ines mit Kimba, Irmela mit Abby, Ingelore mit Marusch, Nicole mit Alicia

Horst mit Szabou, Juliane mit Browny laufen vorweg

 

Slalom durch die Hunde

Ines und Ehemann mit Kimba

 

Pausen sind auch ganz wichtig und lehrreich!!

Kursus zur Vorbereitung auf die Begleithund-Prüfung

in Groß-Thurow am Goldensee vom11.09. – 18.09.2005

Wer die Homepage der Familie Griepenkerl in Neu Lankau kennt,

hat sicher auch schon einmal Notiz genommen von jener Veranstaltung,

die Werner Griepenkerl neben seinen Junghund Kursen regelmäßig anbietet.

Vordergründig richtet sich das Angebot zwar an seine Welpenerwerber,

im Rahmen freier Kapazitäten aber sind alle Hundebesitzer zur Teilnahme eingeladen.

So waren diesmal ein Berner Mischling, zwei Ridgebacks und fünf Briards zum

Training zusammengekommen.

Für acht Tage leben Menschen und Hunde in enger Gemeinschaft zusammen

in einem Landheim, umgeben von herrlicher Natur. Das heißt neben den Trainingszeiten

trifft man sich zu gemeinsamen Mahlzeiten, zu den Spaziergängen und zum Toben der Hunde,

bei entsprechendem Wetter sogar zum gemeinsamen Schwimmen.

Und irgendwo mittendrin ist auch immer Werner mit einer seiner Hündinnen anzutreffen und

beobachtet by the way, wie es außerhalb des Trainigsgeländes so zwischen Mensch und Hund

läuft.

Das Besondere an diesem Training ist unseres Erachtens also nicht nur die gezielte,

intensive Vorbereitung auf die praktische Prüfung, einschließlich Verkehrsteil,

denn das ließe sich ggf. auch auf anderem Wege erreichen. Nein, was nicht überall

geboten wird, das ist eine Art Rundumbeobachtung über bis zu 14 Stunden am Tag,

und das gut eine Woche lang. 28 Jahre Erfahrung in Briardzucht, –ausbildung und

-beurteilung, ein heimisches Rudel von acht Briards, darunter auch ein Rüde,

das sind ideale Voraussetzungen, um andere vom eigenen Wissen und den praktischen

Erfahrungen profitieren zu lassen.

Deshalb verdient dieses Angebot selbst dann Beachtung, wenn für den einen

oder anderen die Begleithund-Prüfung kein zentrales Anliegen ist,

zumal Werner mit der Ausgestaltung seines Kurses flexibel auf die

verschiedenen Anliegen und die unterschiedlichen Vorkenntnisse eingeht.

So hatten wir uns denn auch entschlossen als komplettes Rudel zu buchen,

beinhaltete das doch der Möglichkeiten viele, z.B.:

Da wird schnell deutlich, wie wichtig eine ruhige, souveräne Ausstrahlung besonders auch

unter Stress ist - sei es, weil hier mehrere Hunde zusammenkommen, sei es, weil die

Ablen-kung auch für den Menschen besonders groß und verlockend ist oder weil hier

Prüfungsabläufe simuliert werden

Es wird klar, wie vorteilhaft ein klares Verhältnis zwischen Hund und Hundeführer/in

ist und welchen Anteil dies auch an einer guten BH-Prüfung hat. Hier zeigt sich in vielen Situationen,

wie wichtig es ist, Mimik und Gestik des Hundes besser und besser kennenzulernen,

weil rechtzeitige Motivation ebenso wie frühzeitiges Unterbinden geplanter Unarten

zu den besten Ergebnissen im Alltag wie im Hundesport führt.

So nebenbei lernt man Umkehrmanöver, die den Hund vom Ziel seiner Begierde ablenken,

er-fährt, wie man den Hund ( und damit auch sich selber) entspannen kann, und bekommt

so ei-ne Ahnung davon, wie solche Übungen – genügend lange konditioniert –

hilfreich sein kön-nen, um eine Überreaktion zu mildern oder

eine unerwünschte Aktion des Hundes gewaltfrei zu unterbinden.

Man erfährt im Spiel, wie schwierig es für den Hund werden kann,

wenn wir für ihn nicht eindeutig sind, und lernt darüber hinaus

(immer wieder aufs neue), sich hinsichtlich kleiner Unarten zu überprüfen:

Unsere Videostudien belegten am Ende jedenfalls sehr schön und eindeutig,

daß es (meistens) doch am Menschen liegt, wenn es nicht so klappt,

wie es soll, denn jeder erkennt deutlich die individuellen Fortschritte der einzelnen

Teilnehmer/innen und ahnt, was sich noch entwickeln kann, wenn Mensch nur will und auch

tatsächlich tut.

Wer aber nun glaubt, es ginge in diesem Kursus nur bierernst und voller Ehrgeiz

durch den Tag, der irrt gewaltig. Wer sich zu ernst nimmt, ist selber schuld und lernt schnell,

daß es nicht die beste Voraussetzung zum Erfolg ist. Wer will, der lacht über sich und

mit anderen über die kleinen Mißgeschicke, die einem jeden unterlaufen,

oder amüsiert sich bei gemein-samen Spieleabenden, etwa wenn es an Werner ist,

den Begriff „Hochzeitsnacht“ pantomi-misch darzustellen.

(Seine Fähigkeiten liegen scheint’s doch eher in anderen Bereichen!)

Die Verpflegung ist gut und reichlich, das gemeinsame Abendessen im Restaurant

aber de-noch ein willkommenes Highlight. Spätestens danach haben die meisten

sich versprochen, wieder einmal voneinander hören zu lassen,

vielleicht auch die Gelegenheit genutzt, eine Freundschaft fürs Leben zu schließen

oder gegenseitige Patenschaften für ihre Hunde zu übernehmen,

falls einmal Not am Mann oder an der Frau sein sollte.

Jedenfalls waren sich diesmal wie jedes Mal, wenn wir teilnahmen, alle einig:

Es hat uns viel Spaß gemacht und vorwärts gebracht!

Ingelore Kalz-Simontowski und Horst Simontowski

mit

Einstein-Szabou und Marush vom Vossberg